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Hebammenlandesverband Thüringen e.V.


Ulrike Geppert-Orthofer ist neue Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes

Am 24. November 2017 hat die Bundesdelegiertentagung (BDT) des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) in Berlin Ulrike Geppert-Orthofer zur neuen Präsidentin gewählt.

DHV-Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer

DHV-Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer

Eine Mehrheit der Delegierten hat sich heute für die gebürtige Freiburgerin entschieden. "Ich will mich in den kommenden Jahren um die Vernetzung von Hebammen in unterschiedlichen Settings kümmern: Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen, angestellt und freiberuflich tätige Hebammen, jung und alt. Mir ist besonders wichtig, dass wir uns als Hebammenverband stark frauenpolitisch engagieren und zu Wort melden. Die große Herausforderung für meine Amtszeit wird die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für alle Hebammen sein. Ich werde mich auch für gute Bedingungen für Frauen rund um die Geburt einsetzen. Das hängt eng zusammen, denn eine bessere Arbeitssituation von Hebammen ist Voraussetzung für gute Bedingungen in der Geburtshilfe", sagte Ulrike Geppert-Orthofer nach der Wahl.

Von 2004 bis 2012 war die neugewählte DHV-Präsidentin Vorsitzende des Hebammenverbandes Baden-Württemberg. Seit 2013 ist sie akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement und Marketing an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, an der sie auch seit 2017 die Geschäftsführung des Prüfungsamtes des volkswirtschaftlichen Prüfungsausschusses innehat. Ulrike Geppert-Orthofer folgt auf Martina Klenk, die das Amt seit 2009 ausübte. Satzungsgemäß durfte sich Martina Klenk als Präsidentin nicht mehr zur Wahl stellen.

 

Podiumsdiskussion
“Hebammenversorgung für die Zukunft sichern“


Der Hebammenlandesverband Thüringen hatte im Rahmen der Deutschlandtour des Deutschen Hebammenverbandes am 25.8.2017 zum Thema “Hebammenversorgung für die Zukunft sichern“ ins Haus Dacheröden in Erfurt eingeladen.

An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Frau Dr. Baumgärtner, Professorin für Hebammen-kunde aus Jena, Frau Grosch (FDP), Frau Lützkendorf, (B90/Die Grünen), Frau Renner (Die Linke), Herr Schneider (SPD) und Frau Tillmann, (CDU). Die Veranstaltung wurde moderiert von Frau Reeder.

Frau Wanierke, Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen, begrüßte die Gäste und etwa 50 Zuhörer im Saal und zeigte einen kurzen Film über die aktuelle Situation von Hebammen in Thüringen.


Der Hebammenverband fordert eine Eins-zu-eins-Betreuung für Geburten. Damit könnten Hebammen entlastet und die Betreuung der Gebärenden verbessert werden. Aktuell gibt es aber Schwierigkeiten, freie Stellen in den Kliniken zu besetzen. Deshalb wäre eine Eins-zu-eins-Betreuung kurzfristig kaum zu realisieren.

Alle Parteien waren sich einig, dass Hebammen unterbezahlt sind und die Stellenschlüssel in den Kliniken verbessert werden sollten. Auf die Frage, wie mehr junge Frauen für den Hebammenberuf gewonnen werden könnten sagte Frau Dr. Baumgärtner, junge Frauen seien möglicherweise verunsichert, ob sie als Hebamme wirtschaftlich existieren könnten. Viele Hebammen verlassen den Beruf, weil die Arbeitsbedingungen zu unattraktiv seien. Verbesserungen seien laut Dr. Baumgärtner nicht von heute auf morgen zu erreichen. Hilfreich wären eine finanzielle Unterstützung für Praxisgründungen und Anreize für Niederlassungen in unterversorgten Gebieten.

Frau Tillmann stellte fest, dass die Koalition schon viel für die Hebammen erreicht habe. Durch den Regressverzicht der Kranken- und Pflegekassen würde die Haftpflichtprämie sinken. Nach aktuellen Zahlen steigen die Prämien trotzdem weiter an. Die SPD will eine Deckelung der Haftungssumme und eine Ergänzung durch einen steuerfinanzierten Fonds erreichen. Leider ist sich die Koalition über die Lösungswege für das Problem nicht einig. Änderungen für eine einzelne Berufsgruppe seien schwierig zu erreichen, gab Herr Schneider zu. Frau Rennert von der Linken möchte die gesamte Haftpflicht in einen steuerfinanzierten Fonds umwandeln und stellte die grundsätzliche Frage, wie die öffentliche Daseinsvorsorge organisiert werden soll.

Immer wieder kam von den Vertretern der Politik die Forderung nach statistischem Datenmaterial. Frau Dr. Baumgärtner verwies auf internationale Studien, wonach eine gute Versorgung durch Hebammen nicht nur zu besseren Ergebnissen führt sondern auch kostengünstiger ist. Hebammen leisteten einen wichtigen Beitrag für Prävention und Gesundheitsfürsorge von Frauen und Familien. Dies würde in keiner Weise angemessen honoriert.

Aus dem Publikum kam der Beitrag, dass die Hebammenausbildung nach EU-Recht bis 2020 akademisiert werden muss. Dazu fehlten gesetzliche Regelungen. Es sei Aufgabe der Politik, entsprechende Gesetze zeitnah zu erstellen.

Frau Tillmann berichtete, der Modellstudiengang Hebammenkunde werde verlängert. Dazu bemerkte Frau Dr. Baumgärtner, es sei wichtig, den Studiengang zügig aus der Modellphase in die Regelakademisierung zu überführen.

Am Ende waren sich alle Beteiligten grundsätzlich einig, dass wesentliche Probleme, die die Hebammenarbeit erschweren, noch nicht geklärt sind. Die Vertreter aller Parteien sagten den Hebammen ihre Unterstützung für weitere Veränderungsprozesse zu.

 

 

HLV Kontaktdaten

HLV Thüringen

1. Landesvorsitzende

Annika Wanierke

Telefon: 0361 / 22430001

E-Mail: wanierke@hebammen-thueringen.de

 

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„Liebe Kolleginnen!
Möchten Sie werdende Hebammen bei Ihrem Externat unterstützen?
Dazu benötigen Sie eine berufspädagogische Qualifizierung und eine Ermächtigung, die durch das Thüringer Landesverwaltungsamt erteilt wird.
Den Antrag auf Ermächtigung zur Durchführung von Teilen der praktischen Ausbildung (Externat) für Hebammen und Entbindungspfleger gemäß § 6 HebG können Sie hier herunter laden und Ausdrucken.
Hier gibt es auch den Erhebungsbogen.
Ihr Ansprechpartnerinnen im TLVwA finden Sie unter folgendem Link:

Annika Wanierke“

 

Hebammen im Radio Frei


Am 18.August 2017 waren die Vorsitzende des Hebammenlandesverbandes Thüringen, Annika Wanierke, und die Hebamme Johanna Heller zu Gast in der Sendung NIA bei Radio Frei.
In einem lockeren Gespräch mit den Radiofrauen Katrin Schröder, Sabine Stelzl und Eva Nagler kamen die Themen zur Sprache, die den Hebammen unter den Nägeln brennen.
Klinikschließungen, Sozialversicherung, Hebammenmangel, Nachwuchsprobleme und Freud und Leid des wunderbaren Hebammenberufes. Die Sendung ist unter folgendem Link nachzuhören:
http://www.radio-frei.de/index.php?...

 

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